Neustart im Herbst: welche Ziele passen noch? (mit Vorlage!)
September fühlt sich für mich wie ein kleiner zweiter Jahresanfang an. Die Luft wird frischer, die Tage werden kürzer, der etwas unstrukturierte Alltag der Sommerferien ist vorbei und der Sommer verabschiedet sich langsam. Automatisch kommt wieder mehr Struktur ins Leben.
Und gegenüber dem Januar hat der September einen Vorteil: er ist leiser. Gemütlicher. Nicht so „Neues Jahr, neues Ich“-Druck und keine überzogenen Vorsätze, sondern einfach wieder in den Alltag reinfinden.

Das ist ein total guter Moment, um innezuhalten und sich zu fragen: Bin ich eigentlich noch auf dem richtigen Weg?
Dafür habe ich drei kleine Fragen gesammelt, die dir bei einem sanften Reset helfen können, ohne großen Planungsaufwand.
#1 Welche Ziele passen noch?
Ziele sind ja nicht in Stein gemeißelt. Dinge ändern sich. Manches passt im Januar perfekt, und dann läuft das Jahr weiter und im September fühlt sich das ganz anderes an. Vielleicht hat sich dein Alltag verändert, deine Prioritäten sind andere, oder einfach deine Energie.
Welche Ziele tragen mich noch? Welche fühlen sich inzwischen wie eine Pflicht an, die nicht mehr zu mir passt?
Ein kleines Beispiel: vielleicht wolltest du Anfang des Jahres ein aufwendiges Bullet Journal führen und ganz viele Dinge tracken. Das hat monatelang echt Spaß gemacht, wurde aber immer mehr zur Pflicht und manchmal hat es sich eher nach „Hausaufgaben machen müssen“ angefühlt. Vielleicht frisst es inzwischen mehr Zeit und Energie, als es zurück gibt. Dann brauchst du jetzt vielleicht eine Anpassung.

Das heißt ja nicht, dass das Ziel im Januar ein Fehler war. Darum geht es nicht, sondern einfach darum, ehrlich hinzuschauen: „Was ist jetzt?“ Ein Ziel, das zu dir passt, fühlt sich leichter an und motiviert dich.
Also ist die Überlegung: was war das Ziel „hinter“ diesem Ziel? Wie kann ich das so abändern, dass es jetzt wieder sinnvoll ist? In unserem Beispiel mit dem Bullet Journal könntest du z.B. diverse Tracker aufgeben und eine simplere Version ausprobieren.
#2 Welche Ziele lasse ich los?
Neue Ziele zu setzen, ist natürlich auch immer aufregend und spannend. Genau so wichtig ist es aber auch, alte Ziele loszulassen, wenn sie nicht mehr passen. Ballast abwerfen. Manchmal schleppen wir Aufgaben oder Vorhaben mit, die uns einfach nur noch ein schlechtes Gewissen machen und in Wirklichkeit gar nicht mehr relevant sind.
Frag dich: was verfolgt mich gerade auf meiner Liste, obwohl ich es eigentlich gar nicht will?
Auch hier ein kleines Beispiel: Das große Projekt „Fotoalbum“, das seit drei Jahren irgendwann fertig werden soll. Oder der Gedanke, regelmäßig selber Brot zu backen, obwohl dich Backen eigentlich total nervt.

Wenn du etwas bewusst loslässt, ist das kein Scheitern sondern eine Entscheidung. Dein Kopf wird freier, und deine Energie ist wieder für Dinge verfügbar, die dir wirklich wichtig sind.
Ein Beispiel von mir selbst: ich hatte bisher die Aufgaben des Google-Kalenders dafür genutzt, auch seltenere Haushalts-To Dos einzutragen (heute stand dort z.B. „Türen abstauben und wischen“). Das fand ich vor einer Weile mal sinnvoll, um nichts zu vergessen. Ich habe es aber nur ungefähr zu 10% genutzt und es hat dazu geführt, dass wichtigere Aufgaben untergegangen sind. Also lösche ich diese Haushalts-Aufgaben wieder; das ist einfach nicht der Weg, der für mich funktioniert.
#3 Wo wünsche ich mir einen neuen Rhythmus?
Ziele, das klingt immer gleich so groß. Aber Ziele müssen weder groß noch aufwendig sein. Eine kleine Gewohnheit, die dir den Alltag erleichtert, durchzuziehen ist auch ein Ziel. Der September ist perfekt, um sanft etwas Neues einzubauen, weil der Alltag sich ja sowieso gerade sortiert.
Beispiele:
- Sonntagabend-Wochenvorbereitung machen (nur in den Kalender schauen und die 3 wichtigsten Dinge notieren)
- Morgens gleich ein großes Glas Wasser trinken
- Jeden Abend einen 5 Minuten Timer stellen und die Wohnung für morgen früh vorbereiten
Das klingt alles winzig, aber genau so entsteht ein neuer Rhythmus, der bleibt. Weil es so einfach geht, dass du dich kaum zwingen musst und es dir total hilft.
Fazit & Vorlage
Der September ist kein zweiter Januar. Du musst dich nicht komplett neu aufstellen, es fängt ja nicht wirklich ein neues Jahr an. Das ist das Entspannte daran. Es geht nur darum, kurz innezuhalten und den Kurs ein bisschen anzupassen.
Diese drei Fragen können dafür ein guter Anfang sein.
- Welche Ziele passen noch?
- Welche kann ich loslassen?
- Wo wünsche ich mir einen neuen Rhythmus?
Vielleicht nimmst du dir heute Abend mit einer Tasse Tee auf dem Sofa ein paar Minuten Zeit, um diese Fragen für dich zu beantworten. Ich glaube, dein Zukunfts-Ich wird sich im Dezember drüber freuen.
Wenn du magst, habe ich dir die drei Fragen als kleine Vorlage zum Ausdrucken gestaltet. So kannst du deine Antworten direkt festhalten und unten gleich ausprobieren, wie sich ein neuer Mini-Rhythmus in deinem Alltag anfühlt.
Herbst Reset Vorlage | Ziele reflektieren & neue Routinen starten | PDF Download A4
Herbst Reset Vorlage zum Ausdrucken. Ziele mitten im Jahr reflektieren, anpassen oder loslassen und neue Routinen mit 2-Wochen-Tracker ausprobieren.
Und falls du Lust hast, deine neuen Rhythmen und Ziele länger zu begleiten: Im Shop findest du verschiedene Vorlagen und Blöcke, die dich dabei unterstützen. Zum Beispiel diese A5-Planer-Einlagen, die nutze ich dafür am liebsten:
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