Der Planungskorb – für Frühaufsteher und Morgenmuffel

Was ist einer deiner ersten Gedanken morgens? Manchmal bestimmt „Wo soll ich bloß anfangen?“ Viel zu tun gibt es immer – und gute Planung hilft dabei, mehr zu schaffen und dabei weniger Stress zu haben. Zum Beispiel morgens halbwegs in Ruhe zu frühstücken, anstatt hin und her zu hetzen.

Das morgendliche Chaos

So weit, so gut. Aber dann torkelt man aus dem Bett, die To Do-Liste im Kopf beginnt sofort zu rattern, und dann hetzt man doch wieder von A nach B. Findet den Kalender nicht gleich, weiß genau, dass darin ein Eintrag fehlt, der auf einem Zettelchen notiert ist, das bestimmt in der Jackentasche war, achso, und wo ist eigentlich das Tablet, da müsste in den E-Mails noch eine Info stehen, und im Notizbuch stand doch auch noch was, das müsste noch in der Handtasche sein…

Oft dauert es viel zu lange, bis man alle Fäden vom Vorabend wiedergefunden und eingesammelt hat. Da kommt der Planungskorb ins Spiel.

Was ist ein Planungskorb genau?

Vor allem im englischsprachigen Raum gibt es mehrere Begriffe und Bedeutungen für dieses wundervolle und unglaublich nützliche Utensil – „Morning Basket“, „Sunday Basket“, „Weekly Basket“ – um nur drei Stück davon zu nennen. An diesen Namen hört man schon: man kann ihn auf verschiedene Weise einsetzen. Für mich bedeutet das: (so gut wie) täglich.

Ich habe ein Smartphone und ein Tablet, dort sind Mailprogramme und Kalender installiert. Dazu kommt ein Notizbuch für private Dinge und eins für die Arbeit. Außerdem habe ich noch einen Papierkalender und eine Art Tagebuch, in das ich morgens gerne reinschreibe, und sei es auch mal nur ein Satz. Außerdem muss ich morgens Medikamente nehmen und dazu natürlich auch ein Glas Wasser trinken.

Das klingt danach, als müsste ich jeden Morgen eine Menge Zeug zusammen suchen, oder? Eine Zeitlang war auch genau das der Fall. Das hält aber unnötig auf und frustriert einen gleich nach dem Aufstehen. Morgens muss alles für Arbeit und Schule in einem engen Zeitrahmen fertig werden. Deshalb ist es viel besser, wenn das meiste davon wie auf Autopilot läuft. Und hier kommt der Planungskorb ins Spiel.

Dort packe ich alles hinein, was ich direkt morgens brauchen werde:

  • Smartphone und Tablet (und die Smartwatch, wenn ich daran denke, sie abends abzunehmen)
  • Notizbuch
  • Medikamente
  • eine Wasserflasche
  • und als Schmankerl einen motivierenden Spruch

Am Wochenende lasse ich die elektronischen Geräte weg und packe dafür ein Buch hinein, um gleich morgens beim Kaffee entspannt ein paar Seiten lesen zu können.

Das ist das Tolle an einem Planungskorb

Wenn es nur einen einzigen Ort gibt, an dem alles liegt, was du morgens brauchst, sparst du so viel Zeit. Das Tolle daran ist auch, dass du den Korb überallhin mitnehmen kannst – zum Küchentisch, an den Esstisch, oder an ganz schwierigen Morgen einfach wieder mit ins Bett. Er ist deine kleine Kommandozentrale. Du kannst ihn immer wieder am Tag nehmen und planen (oder etwas nachlesen, kurz notieren, …) Ich nehme den Korb immer mal wieder am Tag in die Hand und habe gleich alles da, was ich brauche.

Hilf am Abend deinem Zukunfts-Ich

Mit das Wichtigste an diesem Korb ist: Abends muss man sich die 5 Minuten Zeit nehmen und kurz checken, ob alles für den nächsten Morgen startklar ist. So, als wäre man bei der Arbeit und müsste alles für die nächste Schicht vorbereiten. Nur, dass in dem Fall du selbst die nächste Schicht bist. Bereite dir alles für deine Schicht vor, die am Morgen beginnt.

  • Wasserflasche auffüllen
  • Stift mit in den Korb packen
  • einen neuen Motivationsspruch aussuchen (oder einen zufälligen greifen)
  • Und auch alle anderen Dinge, die du morgens brauchen wirst, einmal kontrollieren und ggf. in den Korb legen

Die Sache mit dem Digital Detox

Auch dabei kann der Korb eine Hilfe sein.

Ja, es ist nicht gut für uns, wenn wir abends im Bett am Handy hängen. Ja, wir versauen uns unser Belohnungssystem, wenn wir gleich morgens am Handy hängen. Ja, wir brauchen das Handy als Wecker und auch als Kalender, Mailprogramm, Sozialleben, und mir fallen sofort 20 Argumente ein, warum ich das Handy unbedingt brauche.

Fakt ist: Abends im Bett braucht man es einfach nicht, und man braucht es auch nicht als Wecker direkt neben dem Bett.

Man kann es im Planungskorb laden und auch dort den Wecker klingeln lassen. Dann muss man direkt aufstehen, um den Wecker auszuschalten. Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, kann man das Handy trotzdem im Korb laden und sich einen Wecker kaufen – oder einen bei Kleinanzeigen besorgen.

Auf diese Weise kann einem der Planungskorb auch dabei helfen, weniger Zeit am Handy zu verbringen, besser zu schlafen und entspannter und mit intakterem Belohnungssystem in den Morgen zu starten.

So erstellst du dir deinen Planungskorb in 5 Schritten

Einen passenden Behälter aussuchen

Am besten ist es, einen Korb zu nehmen, den man einfach tragen kann – der also einen Griff hat. Je besser und leichter er sich tragen lässt, desto eher wirst du ihn auch nutzen. Das mag banal klingen, aber erst hatte ich den Korb nach dem Aussehen ausgewählt und dann zu oft gezögert, ihn mit in einen anderen Raum zu nehmen, weil er keine Griffe hatte und dadurch zu umständlich war.

Eine Liste erstellen, was alles drin sein muss

Nun heißt es, überlegen: nach was für Dingen hast du die letzten Wochen morgens mal gesucht? Welche unnötigen Wege kannst du dir ersparen, indem alles hier an seinem Platz und direkt griffbereit ist? Vielleicht nicht nur am Morgen, sondern auch am Abend, falls du schon mal einen Blick auf den kommenden Tag werfen willst? Mach dir eine Liste und sammle die Dinge zusammen – dann packst du sie direkt in den Korb.
Und es muss nicht nur praktisch sein! Hier kannst du dir auch überlegen, mit was du dir am Morgen eine Freude machen könntest – indem du beispielsweise motivierende Sprüche ausdruckst und auf eine schöne Vorlage klebst, oder einen kleinen Snack, der dir morgens gut tut.

Vorlage: Inhalt "3 Körbe"

Vorlage: Inhalt „3 Körbe“

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Die 3 praktischen Körbe, die ich nutze und die den Alltag sehr erleichtern – hier kannst du notieren, was sie enthalten sollen.

Feste Zeiten einplanen

Jetzt musst du mit dir selbst abmachen, wann du den Korb immer befüllst. Bei mir ist das am Abend. Auch wenn ich keine Lust mehr auf überhaupt gar nichts habe und einfach nur noch müde bin – ein paar Sachen in einen Korb zu schmeißen, das schaffe ich in den allermeisten Fällen trotzdem noch. Es muss auch nicht jedesmal schön angeordnet werden oder toll aussehen. Einfach rein damit – es geht letzten Endes nur darum, dass alles in einem tragbaren Behälter beisammen ist.

Einen Platz suchen

Der Korb braucht nun nur noch einen „Schlafplatz“. Tagsüber wird er sich wahrscheinlich an verschiedenen Orten befinden, aber es ist wichtig, dass er einen festen „Parkplatz“ hat, wo er nachts hin wandert. Am besten suchst du dafür einen Ort aus, an dem du morgens nach dem Aufstehen direkt vorbeikommst – und den du auch sofort, ohne daran denken zu müssen, siehst. Vielleicht neben der Badezimmertür. Oder neben der Kaffeemaschine.

Autopilot einschalten

Wenn der Korb nun gefüllt ist und an einem Platz steht, den du morgens im Halbschlaf gar nicht übersehen kannst, ist alles erledigt! Nun kannst du ihn wieder vergessen, denn du wirst morgen früh darauf stoßen und dich darüber freuen können.

Ich hoffe, dass der Planungskorb auch für dich so ein nützliches Tool sein kann, wie er es mittlerweile bei mir ist. Aus meiner morgendlichen (und auch abendlichen) Routine ist er nicht mehr wegzudenken.

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